Vereinsgeschichte

Tradition und Leidenschaft an der Krötenmühle

10. Januar 1970

Die Geburtsstunde

Alles begann mit der Verleihung der „Goldenen Gräte“ an Georg Spörl am Kirchweihmontag 1969. Kurze Zeit später, im Januar 1970, trafen sich 15 Visionäre in der Gastwirtschaft Gebelein, um den „Fisch-Club Carlsgrün“ aus der Taufe zu heben.

Die 15 Gründungsmitglieder:

Karl Matthäus, Gerhard Narr, Wolfgang Hornfeck, Martin Diezel „38“, Siegfried Munzert, Helmut Hagen sen., Fritz Gebelein, Hans Gebelein sen., Uwe Spörl, Erich Horn, Heinrich Gebelein, Manfred Diezel, Fredy Spörl, Fritz Färber, Georg Spörl „34“.

Gründungsprotokoll

Diese 15 Personen beschlossen per Unterschrift den Verein zu gründen.

1. Vorstand: Georg Spörl „34“
2. Vorstand: Fredy Spörl
Kassier: Siegfried Munzert
Schriftführer: Wolfgang Hornfeck
Fischwart: Fritz Gebelein

Als Jahresbeitrag wurden DM 12,00 festgesetzt. Ziel des Vereins: Austausch von Erfahrungen der Teichwirte, Pflege der Geselligkeit sowie Pachtung oder Kauf eines Angelgewässers.

Gewässer

Der Pinzigteich

Bereits in der Gründungsversammlung von 1970 wurde das Ziel gesetzt, ein eigenes Angelgewässer zu pachten. Seit dieser Zeit ist der 160 m lange und 25 m breite „Pinzigteich“ in der Zeitelwaid (Richtung Lichtenberg) unser Stammgewässer. Hier halten wir unser jährliches Königsangeln ab und besetzen ihn überwiegend mit Karpfen, Zandern und Schleie.

Überraschung beim Ablassen 2014

Aufgrund einer Auflage des Landratsamts musste 2014 ein Mönch vor den Ablauf gesetzt werden. Als wir den Teich dafür abließen, staunten wir nicht schlecht: Fast alle Karpfen waren weg! Stattdessen fanden wir einen riesigen Hecht und einen kapitalen Wels, die wir nie eingesetzt hatten. Das erklärte dann auch die vorangegangenen Königsangeln, bei denen absolut kein Fisch anbeißen wollte...!

Im Zuge dieser Baumaßnahme wurde der gesamte Teich ausgebaggert. Ein Holzfäller war zudem eine volle Woche damit beschäftigt, die wild gewachsenen Erlen am Ufer abzuholzen und zu häckseln.

Durch die Neuaushandlung des Pachtvertrags ist unser Königsangeln langfristig gesichert. Um solche "blinden Passagiere" wie 2014 zu vermeiden, wird der Teich nun alle fünf Jahre abgelassen, um genau zu kontrollieren, was darin so herumschwimmt.

Chronik der Entwicklung

1970

Gründung und Verpachtung des Teichgeländes an der Krötenmühle durch Karl Schödel.

1972-78

Ausbaggerung von 2 Teichen in Eigenleistung sowie Bau des Fischkastens und der Schlachtanlage.

1986
Bau des Vereinshauses

Trotz hoher Kostenvoranschläge wurde das Haus durch enorme Eigenleistung und Holzspenden der Mitglieder realisiert.

1992

Kauf des Geländes: Erwerb der gesamten Wasserfläche (1,46 ha) und Neubau eines modernen Fischkastens.

Grenzkrimi an der Muschwitz

Ermittlungsbericht | Bad Steben, 19. Juli 1989

Polizeiobermeister aus Bad Steben nimmt am 19. Juli 1989 Anzeige des Fischclubs Carlsgrün auf

Eine Forelle aus der Thüringer Muschwitz beschäftigte am 19. Juli 1989, also wenige Monate vor dem Mauerfall, die Bayrische Grenzpolizei. Der Fischclub Carlsgrün hatte den Diebstahl einer Forelle angezeigt. Ein Polizeiobermeister der Station Bad Steben fuhr an den Tatort bei der Krötenmühle.

Der Bach war die Staatsgrenze. Auf DDR-Seite standen zwei Soldaten der Grenztruppen und drei Arbeiter. Einer von ihnen gab zu, eine Forelle mit der Hand gefangen zu haben. Er hatte sie über die Grenze hinweg der Wirtin der Krötenmühle gezeigt.

Lag der Tatort nun im Westen oder im Osten? Die Grenze verlief zwar in der Mitte des Baches, doch die bayerischen Beamten pochten darauf, dass das Fischrecht die gesamte Flussbreite umfasst.

Reinhard Kübrich
22.07.2017